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Espresso: Er ist der Vorreiter
unter den zeitgemäßen Kaffeegetränken.
Grundlage ist ein extra dunkel geröstetes, fein gemahlenes
Kaffeemehl. Sieben Gramm davon bilden die ideale Menge für
eine kleine Tasse, in die etwa 50 bis 60 Milliliter
Flüssigkeit gehören. Einen guten Espresso, der
natürlich nicht mit Filter, sondern mit einer professionellen
Dampfdruckmaschine zubereitet wird, erkennt man an einer gedeckten
klaren Schaumschicht, der berühmten Crema, bei der kein Loch
in der Mitte zu sehen sein darf. Das Getränk sollte 18 bis 23
Sekunden durch die Maschine laufen, sonst ist es entweder zu
dünn oder zu bitter. Dann gilt die Regel: Innerhalb von zehn
Sekunden servieren oder wegkippen! Entgegen dem gängigen
Vorurteil enthält ein Espresso weniger Koffein als eine Tasse
normalen Filterkaffees und ist wegen der kurzen Kontaktzeit mit dem
Kaffeepulver sogar bekömmlicher.
Außer ihrem Flaggschiff besitzt die Espresso Familie noch
eine Reihe weiterer Mitglieder. Der kleinste Vertreter heißt Caffe
ristretto. Er wird mit der gleichen Menge Kaffee
aufgebrüht, ergibt aber nur halb so viel Flüssigkeit
wie ein Espresso und ist deshalb besonders stark, geschmackvoll und
aromatisch. Wer es weniger kräftig mag, bestellt einen Caffe
lungo, der mit etwas mehr Wasser zubereitet wird als der
Klassiker. Ein Caffe doppio ist schlicht ein
doppelter Espresso, serviert in einer entsprechend
größeren Tasse. Wem das noch nicht reicht, der darf
das Getränk auch gerne mit einem Schuss Grappa, Weinbrand oder
Likör "korrigieren". Dann heißt es Caffè
correto.
Caffe latte: Die Italiener wurden so ein verdünntes
Zeug selbstverständlich nur zum Frühstück zu
sich nehmen. Doch in Nordeuropa und Amerika hat sich die
große Tasse Milchkaffee inzwischen auch als
Zwischendurchgetränk etabliert. Ein echter „latte"
besteht aus einem kräftigen Espresso - manchmal auch deren
zwei -, der mit einer großen Portion heißer
geschäumter Milch verlängert wird. Amerikaner lieben
ihn mit deutlich mehr Milch-
schaum und verfeinern das Ganze gerne mit Sirup in den
unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wie Haselnuss, Vanille oder
Karamel! In der französischen Version Cafe au lait kann das
Getränk statt Espresso auch Filterkaffee enthalten und wird in
Deutschland in der typischen Trinkschale ohne Henkel serviert.
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Cappuccino: wie
der Espresso seit dem Siegeszug italienischer Eisdielen längst
ein vertrauter Anblick auf deutschen Cafètischen. Das
Original wird mit Espresso, etwas heißer Milch und
Milchschaum hergestellt und enthält 120 bis 200 Milliliter
Flüssigkeit. Für die Optik wird gerne etwas
Kakaopulver auf das Schaumhäubchen gestäubt. Die
Version aus Österreich heißt übrigens
Kapuziner und bekommt obendrauf statt Milchschaum einen
Klacks Sahne oder „Schlagobers", wie der Wiener sagt. Der
kleine Bruder des Cappuccino ist der Caffe macchiato: ein
Espresso mit einem Tupfer geschäumter heißer Milch.
Latte macchiato: Eigentlich mehr ein Molkereiprodukt als
eine Kaffeespezialität, verdrängt der
„macchiato" langsam Espresso und Cappuccino von den ersten
Plätzen auf der Beliebtheitsskala. Eine große Menge
heißer geschäumter Milch wird in einen Becher
gefüllt. Dazu gibt es einen Schuss Espresso. Das etwas
scheckige Aussehen hat dem Getränk seinen Namen gegeben:
gefleckte Milch.
Barista: Der ist nichts zum Trinken, so heißt
derjenige, der den Kaffee zubereitet. Der Barista weiß viel
über Sorten und Mahlgrade und kennt sämtliche
Zubereitungsarten aus dem Effeff. In der Bar ist er zuständig
für die Qualität der Getränke. Meister ihres
Fachs treffen sich regelmäßig zu regelrechten
Barista-Wettkämpfen.
Coffee-to-go: In den USA längst ein fester
Bestandteil des Stadtbildes, sieht man die verschlossenen Pappbecher
immer häufiger auch bei uns. Wer es eilig hat, trinkt den
Kaffee nicht in der Bar, sondern nimmt ihn einfach mit nach Hause oder
ins Büro. Unter Workaholics ist Coffee-to-go inzwischen schon
fast so etwas wie ein Statussymbol: „Schaut her, wie wenig
Zeit wir haben."
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